
EIN WANDERTAG AUF FEHMARN
Ein Bericht von Helga Fotakis
Für Sonntag, den 29. Mai 2005, hatte der LBSV eine Wanderung auf die Insel Fehmarn geplant. Da sämtliche Termine immer ein Jahr im Voraus feststehen, ist es reines Glück, wenn wir gute Bedingungen zum Laufen vorfinden. Wenige Tage vor diesem Termin stand über Deutschland eine Hitzeglocke! Man war verunsichert, ob bei diesen Temperaturen weit über 30° im Schatten, eine Wanderung Überhaupt möglich sein könnte! Es war - und wie! Keiner von uns - immerhin 50 Teilnehmer - kann sich an eine Wanderung erinnern, die so beeindruckend gewesen war.
Früh um 6.30 Uhr fuhren wir mit dem Bus los. Mit Pausen unterwegs und nach Überquerung der Fehmarn-Sund Brücke begann unsere Wanderung auf Fehmarn beim Leuchtturm Staberhuk. Fehmarn ist mit 185 qkm die drittgrößte Insel und eine der sonnigsten und trockensten Regionen Deutschlands. Sie gehört zum Bundesland Schleswig-Holstein und liegt in der Ostsee. 78 km Küstenlinie mit feinen Sandstränden, Naturstränden und Steilufern sowie eine unverbrauchte Natur gilt es teilweise kennen zu lernen. Die Leuchttürme dieser Seefahrerinsel haben auch heute noch eine große Bedeutung für die Schifffahrt, die in den Gewässern um Fehmarn einige Klippen zu umschiffen hat
Schon die ersten Schritte auf der Insel signalisierten, dass dieser Tag für uns alle pure Erholung sein würde. Die Temperaturen waren genau richtig, eine leichte Brise willkommen, die Luft war wie Champagner: Schon auf der Hinfahrt bot sich uns vom Bus aus ein Farbschauspiel der ganz besonderen Art: Die dunkelblaue Ostsee, der azurblaue Himmel, die knallgelben Rapsfelder, umrahmt vom satten Grün der Wiesen, Weiden und Wälder. Auf der Hinfahrt hatten wir schon von unserem Reiseführer erfahren, dass der Maler Emst Ludwig Kirchner einige Jahre um 1912 auf Fehmarn verbracht hatte. Wir konnten seine Motive in der unverfälschter Natur wieder entdecken.
Das Land dieser Insel wird immer wieder, besonders an der Steilküste bei Staberhuk, vom Meer "erobert", um dann durch küstennahe Strömungen an anderen Stellen wieder angespült zu werden. Dieses Paradies, auch für Tiere und Pflanzen, konnten wir an einem traumhaften Sonnentag von Herzen genießen. Das Laufen war ein Genuss, auch für diejenigen, die gesundheitlich nicht mehr ganz so frisch sind. Das Tempo war moderat, die Pausen locker und beschwingt, und die Zeit verging viel zu schnell. Die Mittagspause konnte jeder nach seinem Wunsch gestalten. Einige genossen den Blick vom Strand auf die Ostsee mit Segelbooten, Schwänen und Anglern und verzehrten Ihr Picknick. Die anderen verlustierten sich auf einer herrlichen Terrasse in Gahlendor[ und ließen sich verwöhnen.
Die 2. Hälfte der Wanderung konnte auch wieder individuell gestaltet werden. Ein Teil der Gruppe wanderte zum Leuchtturm Marienfeuchte und der Rest ließ sich fahren, um mit der geschenkten Zeit am Strand der Ostsee in den blauen Himmel zu gucken, um seinen Gedanken nachzugehen oder um einfach zu entspannen.
Der Abschluss war ein gemeinsames Kaffeetrinken in Puttgarden, und gestärkt fuhren wir wieder nach Bremen zurück, wo wir um 21.00 Uhr alle vergnügt ankamen und wieder einen Tag erlebt hatten, der unvergesslich als eine "Schaukelstuhl-Erinnerung" haften bleiben wird.
Dieser eine Tag auf Fehmarn hat große Lust auf me(e)hr gemacht.
Danke, Lothar Pohlmann.
Helga Fotakis
Foto-Galerie
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