Kühlungsborn - Heiligendamm - Bad Doberan
Kaiserwetter an der OSTSEE! und wir waren da!

Am 24. September 2006 hieß es früh aufstehen – so gegen 4.00 Uhr! Eine fast 4 Stunden- Busfahrt stand auf dem Programm für unseren September-Wandertag. Um 6.00 Uhr setzte sich der Bus in Bewegung und kurz danach erlebten wir einen Bilderbuch-Sonnenaufgang, der auch die letzte Müdigkeit vertrieb. Zum Wohlbefinden trug auch dieser neue Bus bei. Ein Traum, wie der so butterweich über die Straßen rollte. Also, von Müdigkeit keine Spur.

Um 10.00 Uhr kamen wir in Kühlungsborn, an der malerischen mecklenburgischen Ostseeküste, an. Ein perfekter Tag zum Wandern. Die erste Strecke von ca. 8km liefen wir nach Heiligendamm. Die Strecke war wunderschön, das Wetter genau richtig und die Landschaft in voller Farbenpracht. Und dann erlebten wir, was sich in 13 Jahren, denn diese Strecke hatten wir vor so langer Zeit schon einmal im Regen erwandert, getan hatte. Durch städtebaulichen Denkmalschutz hat man die alten geschichtsträchtigen Gebäude wieder im alten Glanz erstrahlen lassen. Die Seebrücke von Heiligendamm und der feine Sandstrand, die tiefblaue Ostsee und der blau-weiße Himmel begeisterten. Von diesem Ort wollte man gar nicht wieder fort. Aber ein Espresso im Kempinski-Hotel musste sein!

Der 2.Teil der Wanderung ging dann von Heiligendamm nach Bad Doberan, wobei Heiligendamm ein Ortsteil von Bad Doberan ist. Dieser Kur- und Badeort zeigt sich aus durch seine besondere Geschichte und vor allem durch seine bedeutenden Baudenkmäler. Erwähnt sei hier nur das imposante Münster, eine Zisterzienser-Klosterkirche aus dem 14. Jahrhundert. Nicht alle liefen den 2. Teil mit – aber Treffpunkt aller war in Bad Doberan der Bahnhof der einzigartigen „Molli - Bäderbahn“, mit 6 originalgetreu erhaltenen, aufwändig restaurierten Wagen aus den Jahren 1902 bis 1926 mit detailgetreu aufgearbeiteter Innenausstattung.

Welch ein Erlebnis dann die schöne Landschaft im Schritttempo an sich vorbeiziehen zu lassen. Wir fuhren mit der „Molli“ dann zurück bis nach Kühlungsborn. Dort gab es noch Kaffee und Kuchen im Museumscafé und wieder gestärkt nahm uns der dort geparkte Bus wieder auf für die Rückfahrt nach Bremen. Der Tag war lang geworden.

Aber beglückt wurden wir auch auf der Rückfahrt mit einem wunderschönen Sonnenuntergang und als es dann dunkel wurde erlebten wir auch noch ein Feuerwerk in dieser milden Spätsommernacht. Wohlbehalten erreichten wir gegen 21.30 Uhr Bremen. Wieder einen Wandertag der besonderen Art haben wir erleben dürfen und diesen Tag werden wir sicherlich für ewig im Gedächtnis abspeichern.

Helga Fotakis