NEUWERK - ein traumhaftes Erlebnis
Sobald der LBSV am Jahresende die Termine für das Wanderprogramm herausgibt, ist der erste feste Termin in meinem Kalender für das Neue Jahr der WATTWANDERTAG nach NEUWERK. Alle Termine für das neue Jahr werden darum herum gelegt.
Es ist für mich die schönste Wanderung im ganzen Jahr. Nur dann kann ich barfuss laufen!
Insgesamt bin ich in 13 Jahren 13-mal mit dem LBSV von Duhnen nach Neuwerk gelaufen. Von Bremen fahren wir mit dem Bus Richtung Cuxhaven/Duhnen. Dort wartet schon unser Wattführer. Mit Sack und Pack geht es fröhlich los. Im nächsten Jahr soll es auch wieder das berühmte Fischbüfett im Watt geben.
Verlass ist auf das Wetter nicht. Wir haben alle Varianten erlebt, erlitten und überstanden und waren am Ende des Tages immer mit Stolz und Energie aufgeladen.
In diesem Jahr 2003 hatten wir Traumkonditionen. Es gab keinen Wind (etwas sehr ungewöhnliches im Watt), moderate 24° Grad Wärme, Wolken und Sonne im Wechsel und eine Wassertemperatur der Nordsee, die das Baden erlaubte. Traumhaft und nicht zu überbieten in diesem Jahrhundertsommer.
Die Wattwanderung dauert ca. 4 Stunden mit vielen Pausen und vielen interessanten Erläuterungen unseres erfahrenen Wattführers. Erschöpft aber selig kommt man auf der Insel an und erfrischt als erstes seine Füße und hat dann fast 5 Stunden Zeit und Muße auf der Insel.
Diese kleine Insel in der Elbmündung im Wattenmeer liegt 120 km westlich von Hamburg und seit 700 Jahren weht dort die hamburgische Flagge. 1299 erhielt Hamburg von den Herzögen von Sachsen das Recht, auf der knapp 3 km² großen Insel einen Turm zu errichten als Schutz für die Schifffahrt gegen See- und Strandräuber. Dieser Turm ist das älteste Bauwerk Hamburgs und inzwischen zum Leuchtturm umgebaut.
Nach der guten Erholung auf der Insel hat inzwischen die Flut das Wasser zurückgebracht und das Schiff kann uns abholen. Nun können wir 1 1/2 Stunden Schiffsreise nach Cuxhaven genießen. Dort steht dann unser Bus und bringt uns wieder zurück nach Bremen.
Es war wieder ein gelungener Tag, unsere Batterien sind wieder aufgeladen und wir freuen uns auf das nächste Jahr.
Helga Fotakis
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