Über den Dächern von Paris
Eine unvergessliche Kulturreise in eine Weltstadt

Wenn der LBSV Bremen seine 5-tägigen Kulturfahrten durchführt, kommt der vage Verdacht auf, dass unser Reiseleiter Lothar Pohlmann entweder den Wettergott bestochen hat oder wegen guter Führung belohnt wird. Wieder einmal, wie in den Jahren zuvor, war das Wetter während der Paris-Reise vom Feinsten und das zu dieser Jahreszeit!

Die Hinreise am Mittwoch, 29. September, ging um 6:00 Uhr los. Der Bus war neu, groß und komfortabel und hatte für 43 Teilnehmer viel Beinfreiheit, was heute auch nicht alltäglich ist. Die Ankunft in Paris im Hotel in der Nähe des Place d'Italie im 13. Bezirk war gegen 19:00 Uhr. Aber keine Bange, niemand war erschöpft, dank der ausgiebigen Pausen unseres fröhlichen Busfahrers.

Ohne Verzug ging es kurz nach Ankunft im Hotel St. Charles wieder in den Bus und wir wurden in ein kleines uriges französisches Restaurant zu einem köstlichen warmen Abendessen gebracht. Die Nacht war wunderbar mild und mit Genuss schnupperten wir Pariser Abendluft und hatten erste Kontakte zu Einheimischen.

Der nächste Tag, Donnerstag, begann mit einer ausführlichen Stadtrundfahrt mit Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten von einer exzellenten Führerin. Der Höhepunkt war dann die Auffahrt zum Montparnasse-Tower, ein Hochhaus mit 56 Etagen. Von dort oben, in 38 Sekunden per Lift geschafft, bot sich uns eine überwältigende Aussicht über ganz Paris mit einem unvergesslichen Panoramablick bei strahlendem Sonnenschein.

Die bunten Bilder der Maler am Montmartre beglückten uns am Nachmittag. Immer noch bei herrlichem Sonnenschein konnten wir vor den kleinen Bistros im Freien ein Glas Wein oder Espresso genießen im Trubel der vielen Touristen und Aktionskünstler. Gestärkt ging es dann zur Kirche Sacre Coeur, die wir schon einige Male aus der Distanz gesehen hatten. Am Abend wurden wir in die Brasserie Mollard chauffiert. Ein über 150 Jahre altes Jugendstillokal mit herrlichen Mosaiken und Kachelbildern und wurden verwöhnt von einem köstlichen Abendessen. Mit einer anschließenden Lichterfahrt durch Paris wurde dieser schöne Tag beendet und wir fielen glücklich in unsere Betten.

Am 3. Reisetag, Freitag, stand Versailles und seine Gärten auf dem Programm. Eine sehr interessante Führung durch die großen und pompösen Gemächer des Königs und der Königin und des Spiegelsaals gaben uns anschauliche Eindrücke über die damalige Zeit und den unglaublichen Luxus.

Am Nachmittag erlebten wir diese großartige Stadt aus einer anderen Perspektive bei einer Schifffahrt auf der Seine, entlang einer überwältigenden Architektur der Gebäude und der Brücken. Und dann der Höhepunkt am Abend am Pigalle. Im "La Nouvelle Eve" erlebten wir eine pfiffige Cabaret-Show zusammen mit einem köstlichen Gala-Essen mit Champagner. Es wurde spät. Der Busfahrer war zu bewundern. Mit stoischer Ruhe und viel Geschick manövrierte er uns wieder wohlbehalten in unser ruhiges Domizil.

Der 4. Reisetag, Sonnabend, war zur eigenen Gestaltung vorgesehen. Gemeinsam wurden allerdings vorab für alle Teilnehmer Tageskarten für die Metro gekauft und unsere Jungfernfahrt zum Place de l'Opera im Zentrum von Paris, war eine gute Übung. Von dort ging dann jeder seiner Wege und seinen Neigungen entsprechend los, um sich dann abends wieder gemeinsam in Richtung Montmartre, bewaffnet mit Wein, Baguette und Käse auf den Stufen von Sacre Coeur wiederzufinden. Total entspannt konnten wir die Abenddämmerung, die sich langsam über die Stadt legte, genießen und das Aufleuchten von abertausenden Lichtern beobachten. Eine Stimmung, die so leicht niemand vergessen wird.

Früh am Sonntag des 5. Reisetages, nach einem für französische Maßstäbe herrlichem Frühstück, ging die Rückreise um 8:00 Uhr in Richtung Deutschland los. Wohlbehalten kamen wir gegen 19:00 Uhr wieder am ZOB in Bremen an.
Wer reist, erweitert seinen Horizont! Nicht nur das. Die Akzeptanz und Toleranz gegenüber unseren europäischen Nachbarn ist ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt.

Helga Fotakis

1. Vom Montparnasse-Tower, der mit seinen 56 Etagen fast 250 m hoch ist, hatte die Bremer Reisegruppe einen herrlichen Blick auf Paris. Man könnte auch sagen: Paris lag ihnen zu Füssen.

2. Das Foto vor dem Eifelturm gehört natürlich zum Pflichtprogramm für alle Paris-Gäste. Rechts am Bildrand erkennt man noch einen fliegenden Händler, meist junge Männer aus Afrika, die hier zahlreich vertreten sind.

3. Die Kirche Sacre Coeur liegt malerisch auf dem höchsten Punkt des Künstlerviertels Montmartre, von hier hat man einen herrlichen Blick auf Paris.

4. Gästeführerin Renate, hier mitten in der Menschentraube, führte die Betriebssportler auf abgelegenen Wegen durch das Malerviertel Montmartre.

5. Im Künstlerviertel Montmartre entdeckten die Hanseaten den Mann, der durch die Wand ging. Renate steht direkt unter der Skulptur und erklärt gerade die bekannte Romanfigur von Victor Hugo, die hier zum Kunstwerk wurde.