Frühlingswanderung in der Region
südlich von Hannover

LBSV Wandergruppe ging über den Deister und hatte Bärlauch in der Nase

Am Sonntag, den 27. April veranstaltete der Landesbetriebssportverband Bremen e.V. (LBSV) eine 13 km lange Frühlingswanderung auf dem Kammweg des wunderschönen Deister. Ein astralblauer Himmel und milde Frühlingsluft sorgten für gute Laune unter den Wanderern vom LBSV, die ihre Tour auf dem Wanderparkplatz mitten im Deister starteten. Buchen- und Fichtenwälder bedecken den rund 23 Kilometer langen Bergzug zwischen Bad Nenndorf und Bennigsen. Unterwegs auf dem bis zu 405 Meter aufsteigenden Deister erfuhren die Teilnehmer von LBSV Sportlehrer Lothar Pohlmann viel über die Geschichte und Natur dieser Region südlich der Leine. Ferner konnte man sich auf Informationstafeln über die Vegetation und die Waldpflege informieren.

Frühlingswald Die Wanderung begann auf dem Nienstedter Pass auf einer Höhe von 270 Metern. Dieser Wanderparkplatz bot unserer Wandergruppe einen guten Einstieg auf den Deisterkammweg. Auf einer Hinweistafel zeigte Wanderleiter Lothar Pohlmann den Teilnehmern noch einmal den genauen Verlauf des Wanderweges. Dann ging es endlich los. Überall war zartes Blattgrün an den Bäumen zu entdecken und so mancher Waldvogel schmetterte sein Lied auf den Höhen des Deisters. Schon auf dem ersten Kilometer mussten etwa 50 Höhenmeter von den Betriebssportlern bewältigt werden. Elfi Burandt, die das erste Mal an einer LBSV Wanderung teilnahm, blieb schon nach wenigen Metern die Luft weg. Wanderfreund Norbert Rulfs bemerkte diese vorübergehende Schwäche von Elfi als erster und kümmerte sich sofort um sie. Norbert reduzierte das Tempo und gab Elfi seine Wanderstöcke, damit sie ihren Körper beim Anstieg besser entlasten konnte. So erreichten beide wohlbehalten den Aussichtspunkt "Annaturm", wo die Wandergruppe auf beide wartete. Der Hannoversche Wander- und Gebirgsverein unterhält hier eine Schutzhütte und ermöglicht die Besteigung des 23 Meter hohen "Annaturms", von dem man den gesamten Deister und das Leinetal vor Hannover bis hinüber zum Süntel erblicken kann. Nach einer erholsamen Pause ging es dann weiter auf dem Kammweg über den Hirschkopf in Richtung Laube mit intensivem Bärlauchgeruch in der Nase. Der Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze, die wie Knoblauch riecht und insbesondere an Laubwaldhängen vorkommt. Bereits die Römer kannten den Bärlauch als "Herba salutaris", was so viel bedeutet wie Heilkraut, und schätzten ihn als magen- und blutreinigendes Mittel. Immer wieder erblickten wir neben Bärlauch auch alte Grenzsteine am Wegesrand, die an eine Territorialgliederung des Sachsenlandes in Gaue erinnert. Diese Grenzziehung ist bis in die Gegenwart hinein als Kreisgrenze gültig geblieben.

Laube Mittagsrast Nach einer ausgiebigen Mittagspause auf dem Rastplatz Laube ging es dann am Nachmittag über die Kreuzung Wöltjebuche auf dem Schwarzen Weg bis nach Steinkrug. Dieser reizvolle Wanderweg führte von einer Höhe von 377 Metern stetig bergab bis auf 118 Metern und bot einen herrlichen Blick auf den kleinen Ort Bredenbeck. Unterwegs entdeckte man einen Gedenkstein, der an das Jagdrecht der Freiherrn von Knigge erinnerte, deren Schloß sich noch heute im Ortsteil Bredenbeck befindet. Hier leben die Nachfahren des Mannes, der mit seiner "Benimm-Fibel" lange Jahre den Umgangston und das Verhalten der Deutschen maßgeblich beeinflusst hat. In Wennigsen, dem Nachbarort von Bredenbeck, ging dann bei Kaffee und Kuchen im Deister Café ein frühlingshafter Wandertag zu Ende, der alle Teilnehmer begeisterte und die Vorfreude auf die nächste Tour geweckt hat. Auch Elfi Burandt ging es am Ende des Wandertages wieder so großartig, dass sie in Zukunft wieder mit dem LBSV mitwandern möchte.

Die nächste Wanderung findet am 25. Mai statt und führt auf die idyllisch gelegene Insel Poel bei Wismar.

Lothar Pohlmann, Ursula Wondrazek (Photos)

Weitere Photos