Frühlingswanderung in der Wildeshauser Geest
Wanderfreunde begeistert
Am Sonntag, den 30. März veranstaltete der Landesbetriebssportverband Bremen e.V. (LBSV) eine 15 km lange Frühlingswanderung durch ein spätbronzezeitliches Hügelgräberfeld in der Pestruper Heide. Ein astralblauer Himmel und milde Frühlingsluft sorgten für gute Laune unter den Wanderern vom LBSV, die ihre Tour am Pestruper Gräberfeld starteten. Auf einem erhöhten Plateau liegen hier mehr als 500 Grabhügel verschiedener Form und Größe. Unterwegs in diesem größten Hügelgräberfeld Nordwesteuropas erfuhren die Teilnehmer von LBSV Sportlehrer Lothar Pohlmann viel über die Geschichte und Natur dieser Region im Naturpark Wildeshauser Geest. Ferner konnte man sich über Informationstafeln über die Gräbertechnik unserer Vorfahren informieren.
Wildeshausen, die Stadt an der Hunte, ist umgeben von weiten Wiesen, Wäldern und herrlicher Heidelandschaft. Als staatlich anerkannter Luftkurort im Naturpark Wildeshauser Geest bietet die geschichtsträchtige "Wittekindstadt" eine überraschende Fülle natürlicher Aktivitäten. Typisch für diese Geestregion, wo man noch beruhigt durch- und aufatmen kann, sind heute noch die gepflegten Bauernhöfe mit altem Fachwerk, die die LBSV Wanderer auf ihrer Exkursion am Wegesrand fanden.

Die Wanderung am Vormittag führte von den Pestruper Gräberfeldern über die beiden Großsteingräber von Kleinenkneten zum Pestruper Moor. In dieser bezaubernden Landschaft aus luftigen Wäldern und schönen Seen, geheimnisvollen Mooren und anmutigen Auen vergaßen die Teilnehmer schnell die Hektik und Unruhe unserer Zivilisation. Der Gesang der Feldlerche und der Gruppenflug von Kranichen über den Großsteingräbern rundeten dieses schöne Frühlingsbild ab. Unterwegs gab es dann auch noch eine kleine Sensation zu bestaunen. Eine Teilnehmerin fand ein Insekt, das halb Schmetterling und halb Raupe war. Keiner aus der Wandergruppe hatte jemals zuvor ein solches Lebewesen gesehen. Eine wunderbare Laune der Natur, die uns wieder einmal zeigt, wie interessant und erlebnisreich die Ausflüge in die heimatliche Region sein können.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es dann auf den Huntepad in Dötligen. Dieser reizvolle Wanderweg führt im ersten Teil direkt an der Hunte entlang und bot einen herrlichen Blick auf das Huntetal. Danach ging es weiter durch den Wald und über eine Heidfläche zur Glaner Braut und Bräutigam, die beiden Dötlinger Großsteingräber. Zu diesen stummen Zeugen früherer Besiedlung gehören Granitblöcke von 280 Tonnen Gewicht. Beeindruckt von diesen Kulturdenkmälern ging es dann wieder zurück nach Dötligen, wo man dann noch genügend Zeit hatte um der Kirche und der tausendjährigen Eiche einen Besuch abzustatten. So ging ein frühlingshafter Wandertag zu Ende, der alle Teilnehmer begeistert hat und die Vorfreude auf die nächste Tour geweckt hat. Die nächste Wanderung findet am 27. April im Deister bei Hannover statt. Anmeldungen für diese Wanderung nimmt der LBSV Bremen unter Tel. 55 50 21 entgegen.
Bericht:Lothar Pohlmann
Fotos: Ursula Wondracek
Fotos v.l.n.r.:
Wandergruppe, Dötlinger Schützenhof, 1000jährige Eiche in Döttlingen, Dötlinger Kirche
Gräberfeld, Hünengrab II, Wandergruppe, schlüpfender Schmetterling
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