Viele plagt die Achillessehne
Beim Jogging das häufigste gesundheitliche Problem

(ap) Reizungen der Achillessehne haben Knieschmerzen als häufigstes gesundheitliches Problem beim Jogging abgelöst. Die Reizungen können viele verschiedene Ursache haben, wie die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin berichtet. Vor allem auf Auskühlung und ruckartige Belastungen reagierte die Achillessehne empfindlich. Auch eine verkürzte Wadenmuskulatur und abgelaufene, instabile zu enge oder zu fest geschnürte Sportschuhe könnten die Beschwerte auslösen. Läufe auf ungewohnt hartem oder schiefem Untergrund, Tartanbahnen sowie Sand seien ebenfalls problematisch.

Ob Jogger beschwerdefrei laufen, hängt entscheidend auch vom Untergrund und den Schuhen ab. Die Mediziner empfehlen Joggern, bei ersten Anzeichen einer Reizung das Lauftraining einzustellen und stattdessen zu schwimmen oder Rad zu fahren. Das Kühlen der Sehne sei nur in den ersten zwei bis drei Tagen sinnvoll. Zusätzlich könnten entzündungshemmende Antirheumatika ebenso helfen wie eine vorübergehende Anhebung der Schuhabsätze um 0,5 bis 1,5 Zentimeter. Bei chronischen Beschwerden, einer Verdickung von Gewebe und Sehne oder einer Entzündung des Schleimbeutels müsse schlimmstenfalls operiert werden, erläutern die Fachärzte.

Sportler können solche Beschwerden vermeiden, indem sie sich frühzeitig ärztlich untersuchen lassen. Bei bestimmten körperlichen Fehlstellungen und bereits existierenden Knorpelschäden sei generell vom Laufen abzuraten. Vor Beginn des Joggens sollten sich die Freizeitsportler unbedingt aufwärmen und ein wenig dehnen. Zur Vorbeugung von typischen Laufbeschwerden gehörten zudem ausreichende Regenerationsphasen sowie eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen,

Die Experten warnen nachdrücklich davor, die Belastungen des Joggens zu unterschätzen. Da beim Laufen die eigene Körpermasse beschleunigt werden müsse, gehöre es zu den anstrengendsten Sportarten.

Foto: LBSV