Fußballer wählen neuen Vorstand
Jerry Ritter (Bankhaus Neelmeyer) ist neuer Vorsitzender der Fachgruppe
Timo Lutter, stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Fußball Bremen-Stadt, freute sich, auch etliche jüngere Teilnehmer zur Fachgruppenversammlung 2009 begrüßen zu können. 41 Personen hatten den Weg in das Sportzentrum des LBSV in der Volkmannstraße gefunden, um bei den fälligen Wahlen ihr Votum abzugeben. Von den anwesenden Vertretern der BSGen, der FSGen sowie von Einzelmitgliedern konnten insgesamt 55 Stimmen abgegeben werden.
Der Fachgruppenvorstand bestand nach dem Tode von Kassenwart Henry Bauer und dem Rücktritt des Vorsitzenden Theo Nawrot nur noch aus zwei Personen. Gegen den Vorschlag, die Versammlungsleitung zur Entlastung des Vorstandes auf den Ehrenvorsitzenden Horst Keilhack zu übertragen, gab es keine Einwände.
Unmut kam allerdings auf, als Horst Keilhack zunächst einen persönlichen Kommentar zum Rücktritt von Theo Nawrot verlas. Erst über einen Antrag zur Geschäftsordnung erhielt Theo Nawrot dann Gelegenheit zur Stellungnahme, bevor wie geplant die Tagesordnung abgearbeitet wurde.
Nach der Genehmigung des Vorjahresprotokolls berichtete Hans-Erich Rühle für den Fachgruppenvorstand. Die Mannschaftsmeldungen für die Saison 2009 sind leicht rückläufig, während die Hallenrunde in der Soccer World besser als zuvor angenommen wird. Nach ersten kleineren Startschwierigkeiten sind die Rückmeldungen durchweg positiv. Als Sportwart appellierte er an alle Mannschaften, bei der Verringerung der mit 20% viel zu hohen Verlegungsquote mitzuarbeiten!
Er bedankte sich bei der Mannschaft von Alptraum Buntentor, die die vier Carport-Unterstände aufgebaut hatte, sowie bei Bertis Buben, die sich bereit erklärt haben, die Platten unter den Carports 3 und 4 zu verlegen.
Abschließend teilte er mit, dass dieses sein letzter Bericht als Sportwart gewesen sei. Er freue sich, mit Marco Sveda und Ingo Moss von den Flying Dogs zwei junge und engagierte mögliche Nachfolger gefunden zu haben.
Jürgen Linke, Vorsitzender des LBSV, bedankte sich, auch im Namen des gesamten Landesvorstandes, bei den Mitgliedern des Fachgruppenverstandes für die geleistete Arbeit.
Er wies auf den geplanten Tag der offenen Tür am 14. Juni 2009 hin, den alle Fachgruppen im LBSV zur Selbstdarstellung und Mitgliederwerbung nutzen sollten. Am 9. August 2009 wird der LBSV dann bereits zum 20. Mal den Bremer Kindertag veranstalten.
Jürgen Linke bedauerte, für 2010 eine Beitragserhöhung ankündigen zu müssen: Da das Land Bremen die Sportversicherungsbeiträge zukünftig nur noch anteilig übernimmt, wird der Landessportbund (LSB) diese Kosten, zusammen mit einer Beitragserhöhung, direkt an alle Bremer Vereine weitergeben. Darüber hinaus hat auch der Deutsche Betriebssportverband (DBSV) bereits eine Erhöhung seiner Verbandsbeiträge angekündigt. Angesichts der gestiegenen Kosten in allen Bereichen könne der LBSV diese Kosten nicht auffangen und sei mithin gezwungen, sie über eine Betragserhöhung an seine Mitglieder weiterzugeben.
In diesem Zusammenhang bat er alle Anwesenden, sich in ihren Betrieben und bei sonstigen Firmenkontakten um Werbung/Anzeigen in der Verbandszeitung "Sport im Betrieb" wie auch für Bandenwerbung am Zaun des Kunstrasenplatzes einzusetzen.
Anschließend erläuterte Hans-Erich Rühle den vorgelegten Kassenbericht, und Roland van Münster (Atlas Elektronik) berichtete von der Kassenprüfung, die er zusammen mit Thomas Warneken (Sparkasse) durchgeführt hatte. Dabei habe die unter Hans-Erich Rühle nunmehr in der Neuzeit angekommene Kassenführung ihnen die Prüfung sehr erleichtert. Roland van Münster teilte mit, dass nicht nur die rechnerische Richtigkeit überprüft worden sei, sondern stichprobenartig auch die Zweckmäßigkeit der Ausgaben. Da die gesamte Prüfung ohne Beanstandungen abgeschlossen werden konnte, beantragte er die Entlastung des Kassenwartes sowie des gesamten Fachgruppenvorstandes. Bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder wurde der Vorstand ohne Gegenstimmen entlastet.
Jürgen Beyer führte als Sprecher des Ehrenrates die anstehenden Wahlen durch. Für die Position des Vorsitzenden waren zwei Personen vorgeschlagen worden, für die anderen Posten stand jeweils nur eine Person zur Wahl. Es gab folgende Ergebnisse:
| Funktion |
Kandidat/en |
Stimmen |
Enthaltungen |
| Vorsitzender |
Norbert Scheer |
22 |
7 |
| Vorsitzender |
Jerry Ritter |
26 |
- |
| Stellv. Vorsitzender |
Timo Lutter |
50 |
5 |
| Kassenwart |
Hans-Erich Rühle |
48 |
7 |
| Sportwart |
Marco Sweda |
52 |
3 |
| Schriftführer |
Tim Bandisch |
50 |
5 |
Roland van Münster hatte seine Kandidatur zum Schriftführer zurückgezogen, da er in einem Team hatte antreten wollen, das nicht zustande gekommen sei. Auf Vorschlag aus dem Plenum erklärte sich Tim Bandisch daraufhin bereit zu kandidieren.
Thomas Warneken ließ ausrichten, dass er bereit sei, ein weiteres Jahr als Rechnungsprüfer zur Verfügung zu stehen. Fred Schwenzer (Sparkasse) erklärte seine Bereitschaft, zweiter Rechnungsprüfer zu werden. Beide zusammen wurden bei vier Enthaltungen gewählt.
TOP 9, Änderung der Spielordnung, wurde nach kurzer Diskussion bei 8 Enthaltungen in der vorgelegten Form beschlossen. Die Änderungen betreffen § 2 "Spielberechtigung" und § 3 "Spielbetrieb". Hinsichtlich des Spielbetriebes wird in Absatz 1 festgelegt, welche Daten jede BSG und FSG mit der Anmeldung zur Neuaufnahme zum Spielbetrieb bei der Geschäftsstelle des LBSV einzureichen hat. In Absatz 7 wird der Ausdruck "Strafgebühr" korrigiert in "Verwaltungsgebühr".
Zur Spielberechtigung wird in Absatz 5 ergänzt, dass die Spielberechtigung für die bisherige BSG bei einem Arbeitsplatzwechsel bestehen bleiben kann, sofern beim neuen Arbeitgeber keine eigene BSG der FG Fußball besteht. Der Gastspielerstatus entfällt, der Antrag auf Einzelmitgliedschaft beim LBSV muss aber gestellt werden.
Absatz 7 wird aktualisiert, die Grenze für den Doppelspielerstatus wird bei Bremen-Liga / Bezirks-Oberliga Niedersachsen gezogen. Da es zu dieser Festlegung kritische Stimmen gab, sagte Jerry Ritter zu, die Auswirkungen dieser Regelung kritisch zu verfolgen und ggf. im kommenden Jahr zu ändern.
Abschließend berichtete Theo Nawrot als Schiri-Obmann noch kurz zur erfreulichen Situation bei den Schiedsrichtern. Nach drei Neuzugängen im Jahr 2008 konnte für jeden Spieltag ein Ersatzschiri angesetzt werden. Diese wiederum mussten in fast 500 Spielen weniger als zehn rote Karten ziehen, das Sportgericht musste kein einziges Mal tagen. Insgesamt sei das Niveau der Kleinfeldspiele deutlich verbessert.
Heike Groneberg
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