Trotz des um fünf Mannschaften geschrumpften Teilnehmerfelds waren in dieser Saison alle gut beschäftigt, denn es wurde in doppelter Punktrunde gespielt.
Mit einem glatten Durchmarsch unterstreicht die Feuerwehr ihre Vormachtsstellung bei den Teams und sichert sich den dritten Meistertitel in Folge. Lediglich gegen die Deutsche Bank und die eigene Zweite wurde je ein "dritter Punkt" abgegeben. Rekordmeister Atlas und die Deutsche Bank flankieren den alten und neuen Meister auf dem Podest. Bei nur vier Punkten deutet die rote Laterne den Stahlkochern von Arcelor den Weg in die B-Staffel.
Airbus 2 erkämpft sich zwei Jahre nach dem Abstieg die Spitzenposition im Unterhaus und darf sich in der kommenden Saison wieder mit den "Großen" messen. Für die dritte Garnitur der Sparkasse gingen nach nur einem absolvierten Spiel schon die Lichter aus.
Einzelmeisterschaften
Nur noch 38 Starter bewarben sich um die Einzeltitel. Bei den Damen reicht das "Treppchen" sogar aus, um alle Kandidatinnen aufzunehmen. Karin Breckling (Airbus) trägt als amtierende Deutsche Meisterin ihrer Favoritenstellung Rechnung und holt sich ihren Titel von vor zwei Jahren zurück.
Nach vier Meisterschaften bei den Senioren kehrt Wolfgang Schinkel (Sparkasse) an die Spitze der Herrenklasse zurück. Doch nicht etwa der Jungbrunnen ermöglichte dies, sondern das Anheben der Altersgrenze von 60 auf 70.
Dadurch war für Ernst Kodanek (Feuerwehr) der Weg frei, nach 20 Jahren zum zweiten Mal die Seniorentrophäe zu erobern.
In der Offenen Klasse regiert Heinz Rybka (Feuerwehr) unangefochten. Fünf Titel hat er jetzt schon - die letzten drei in direkter Folge.
Auch `n Jubiläum
Ob wohl jemand bemerkt hat, daß wir ein kleines Jubiläum feiern können? Wir haben nämlich gerade die 50. Punktspielsaison im Kegeln abgeschlossen.
- 1962 ruft der Fachgruppenvorsitzende Dietrich Dankwerth den Wettbewerb mit zunächst 8 BSGen ins Leben. In Sechserteams (1 Streichergebnis) hat jeder Starter 80 Wurf.
- Nach drei Jahren wird auf 100 Kugeln erhöht.
- 1969 wird die Spielsaison vom Kalenderjahr auf August bis Juni umgestellt.
- Zum Saisonstart 1982/83 ziehen wir um in unser neues Domizil in der Duckwitzstraße.
- Seit 2001 geht es um drei Punkte pro Spiel.
- Ab 2005 gibt es nur noch Viererteams ohne Streichergebnis.
Bis heute wurden in exakt 6000 Spielen knapp 41,1 Millionen Hölzer zu Fall gebracht - die Streichergebnisse nicht mitgezählt. Allerdings wurden 33 der Spiele nach Rückzug oder Ausschluß eines Teams aus der Wertung genommen. Das höchste Resultat gelang in der Saison 1978/79 dem angehenden Meister Kellogg's mit 4011 Holz. Das war das einzige Mal in 50 Jahren, daß ein Team die "Schnitt-8-Schallmauer" durchbrach. 79 Mannschaften aus 39 BSGen waren bis dato aktiv. Eine weitere BSG meldete eine Mannschaft, zog aber wieder zurück, bevor die erste Kugel rollte.
Zwei der acht Gründerteams sind noch heute dabei. ArcelorMittal (ehemals Stahlwerke / Klöckner) gönnte sich zwischendurch eine zweijährige Auszeit; nur die Deutsche Bank war von Anfang an bis heute ununterbrochen im Rennen. Für beide war Platz 3 die höchste Ausbeute (Arcelor 2x, Deutsche Bank 5x).
Mit 13 Meisterschaften war die SG Atlas am erfolgreichsten, gefolgt von der Sparkasse (10) und der Bremer Landesbank mit 9 Titeln. Aber auch Mobil Oil und SG Stern (je 4), der aktuelle Meister Feuerwehr (3), Kellogg's, Eduscho (je 2) sowie AEG, Elektro Spezial und Airbus durften sich in die Ehrentafel eintragen.
Während im Spitzenjahr 1988/89 noch 55 Sechserteams um Punkte kämpften, sind es heute nur noch 13 vierköpfige Mannschaften aus 9 BSGen - und das auch nur, weil inzwischen die Regeln für Doppel- und Gastsportler kräftig gelockert wurden, was für einige Teams zum Überleben unerläßlich war.
Trotz des hartnäckig anhaltenden Abwärtstrends geben wir aber die Hoffnung nicht auf, daß dieser Wettbewerb noch viele Jahre fortbestehen möge…..
KARINGO