50. Norddeutsches Städteturnier
der Tischtennis - Betriebssportler

DBSV-Vizepräsidentin Gabi Wrede in doppelter Funktion dabei

Gabi Wrede "Ich bedanke mich herzlich bei den Bremer Organisatoren dieses 50. Norddeutschen Städteturniers der Tischtennis-Betriebssportler! Es hat alles wunderbar geklappt." Die Vizepräsidentin des Deutschen Betriebssportverbandes (DBSV) hatte für jedes Mitglied des Organisationsteams einen kleinen Berliner Schokobären als Dankeschön mitgebracht - ein Hinweis auf den zweiten Grund ihrer Anwesenheit: Gabi Wrede war auch aktiv dabei - als Spielerin der Berliner Vereinsspieler(V)-Damen.

"Es ist mir eine besondere Ehre, Gabi Wrede nicht nur als Vertreterin des Bundesverbandes begrüßen zu dürfen, sondern ihr gleichzeitig als Spielerin gratulieren zu können", freute sich Jürgen Linke, Vorsitzender des Landesbetriebssportverbandes Bremen e.V. (LBSV). Charmant ging er nicht darauf ein, dass die Berliner V-Damen den undankbaren siebten Platz erreicht hatten, während ihre Nichtvereinsspieler(NV)-Kolleginnen und Kollegen jeweils einen ersten Platz erkämpfen konnten.

Rund 120 Tischtennisspielerinnen und -spieler starteten am Samstag, 19. April 2008, in der Werder-Halle in den Kategorien der Betriebssportler Damen und Herren, jeweils unterteilt danach, ob sie gleichzeitig noch im Verein aktiv sind. Immer vier Spielerinnen und Spieler aus den Städten Berlin, Bremen, Bremerhaven, Hamburg, Hannover, Kiel und Lübeck traten gegeneinander an. Aus allen Städten waren Auswahlmannschaften am Start, so dass viele hochklassige Spiele für Spannung sorgten. Besonders bei den NV-Damen war die Leistungsstärke so ausgeglichen, dass in fast jedem zweiten Spiel die siegreiche Stadt erst im Entscheidungsdoppel ermittelt werden konnte.

"So viele Entscheidungsdoppel hatten wir in den ganzen fünfzig Jahren wohl noch nicht", stöhnte Sportwart Christian Ehrlicher, der dadurch viel Mühe hatte, seinen Zeitplan einzuhalten. Aber souverän meisterte er auch dieses Problem.

Denn Probleme gab es in diesem Jahr mehr als genug: Vier Personen aus drei Städten waren aufgestellt worden, obwohl sie gar nicht spielberechtigt waren (entweder im Verein, aus einer zu hohen Spielklasse oder überhaupt kein Betriebssportler!). Das stellte sich erst im Laufe des Turniers heraus. Es galt also immer wieder, Spieler zu disqualifizieren, bereits durchgeführte Spiele ggf. für den Gegner zu werten, auf die Änderung der Aufstellung zu achten. Und als ob das noch nicht genug sei, ließen sich die Lüftungsklappen der Halle nur teilweise öffnen, so dass die Luft gegen Nachmittag fast zum Schneiden war. Abschließend kamen einige Damen und Herren dann auch noch mit dem System der Umkleideräume und Duschen nicht zurecht, so dass der stellvertretende Vorsitzende der Fachgruppe Tischtennis Bremen-Stadt Jens Arfmann dem Sportwart zur Hilfe eilen und auch hier noch für einen geregelten Ablauf sorgen musste…

Bei den V-Damen wie auch den V-Herren setzten sich die Hannoveraner durch. Bremen konnte wie im letzten Jahr immerhin in allen vier Kategorien einen "Treppchen-Platz" erreichen: Die Nichtvereinsspieler-Damen wurden genau wie die NV-Herren dritte, die Vereinsspieler-Damen sowie die V-Herren erkämpften sich beide einen guten zweiten Platz. Ein toller Erfolg, der sogar ausbaufähig erscheint!

Alle Meister Bremerhaven erreichte bei den Nichtvereinsspieler-Damen den zweiten Platz, bei den V-Damen Platz vier. Die Bremerhavener NV-Herren kamen auf Platz sieben, die Vereinsspieler-Herren erarbeiteten sich Platz sechs.

Die Ehrungen nahmen vor die DBSV-Vizepräsidentin Gabi Wrede, der LBSV-Vorsitzende Jürgen Linke, der Vorsitzende der Fachgruppe Tischtennis Bremen-Stadt Wolfgang Siebrands sowie aus der Stadt Lübeck der neue Vorsitzende des Landesbetriebssportverbandes Schleswig-Holstein Stephan Samkow. Jens Arfmann moderierte gewohnt souverän, musikalisch gut unterstützt von DJ Uwe.

Dem Helfer-Team an dieser Stelle nochmals ein dickes "Danke schön"! Ob Mannschaftsbetreuer oder Orga-Team - alle haben super gearbeitet und damit wesentlich zum Gelingen des Turniers beigetragen. Stellvertretend für diese tolle Mannschaft seien hier Christian Göbel und Winfried Siegert genannt, die noch wenige Stunden vor Turnierbeginn für erkrankte Personen eingesprungen sind.

Besonders viele Nerven gekostet hat das Turnier in diesem Jahr Christian Ehrlicher und Jens Arfmann, die als Sportwart und Regelfachmann geradezu "Zielscheibe" der "erwischten" Städte waren. Es bleibt zu hoffen, dass sich ihr nervenaufreibender Kampf beim Durchsetzen der Disqualifikationen gelohnt hat und im kommenden Jahr der Betriebssport an sich wieder im Mittelpunkt steht!

Heike Groneberg

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