Erfolgreiche Teilnahme der Sparkasse Bremen an der 9. Tischtennis-DBM in Wuppertal
Nach einer gut vierstündigen Anreise am Freitagnachmittag gelangten wir durch den regen Straßenverkehr in das Sportzentrum Küllenhahn im Wuppertaler Südwesten. Problemlos konnten wir uns akkreditieren und erhielten unsere Teilnehmerunterlagen. So wussten wir, dass wir am Samstag um 9 Uhr mit den Doppeln starten werden und uns ab 12:40 in den Einzeln austoben können. Im Intercityhotel am Hauptbahnhof in Wuppertal-Elberfeld konnten wir unser Auto und die Sporttaschen deponieren.
Mit den vom Hotel zur Verfügung gestellten 3-Tages-Tickets fuhren wir mit der Schwebebahn nach W-Barmen. Das 110 Jahre alte Verkehrsmittel ist immer noch die Hauptverkehrsader Wuppertals. Jeden Tag befördert sie mehr als 100.000 Menschen von West nach Ost oder umgekehrt. Obwohl die Betriebskosten die eines Busses je gefahrenen Kilometer um fast das Vierzehnfache übertreffen, ist die Schwebebahn aus Wuppertal nicht wegzudenken. In Barmen hatten wir einen Tisch im Brauhaus reserviert. Bei Wupper Hell oder Dunkel frönten wir in unseren Gedanken in früheren Betriebssportveranstaltungen und speisten vorzüglich. Die Rückfahrt verbanden wir mit einer Rundtour in der Schwebebahn. Vorbei am Stadion am Zoo fuhren wir bis zur Endstation. Am Depot konnten wir sehen, wie die Waggons deponiert werden und wie sie die Schleife beenden.
In den Doppeln war uns nur eine kurze Teilnahme gegönnt. Bis elf Uhr waren alle Bremer Teilnehmer ausgeschieden. Leider liefen die Einzelwettbewerbe erst kurz vor Drei für uns an. Die vier- bis fünfstündige Pause hat die Knochen doch ganz schön "eingerostet". Vom Pech verfolgt war Philipp Geißler, der in einer Dreiergruppe bereits nach zwei Spielen die Segel streichen musste. Ähnlich starke Gegner bekam Reiner Schnelle vorgesetzt, der sich ohne Sieg aus seiner Gruppe verabschieden musste. Marc Engelmann schied nach einem Sieg aus, als er in einem weiteren Spiel einen 2:0 Vorsprung nicht ins Ziel bringen konnte. Bei 2:2 Spielen blieb für Martin Steencken nur der undankbare dritte Platz. Das Weiterkommen verwehrte ihm nach einen 11:4 im ersten Satz ausgerechnet der Kollege von der Sparkasse Wuppertal. Für Christoph Jendrek fing der Einzelwettbewerb hervorragend an. Dem 11:5 folget ein dramatisches 20:18. Als danach Bernd Engels von der BSG Delphi/Draka dann immer stärker wurde, schien die Niederlage nach 5:11, 6:11 und einem 5:8 Rückstand besiegelt. Doch Jendrek konnte noch einmal zulegen und den Spieß mit einem 11:9 umbiegen. Da er aber wie fast alle Sparkassenspieler über eineinhalb Stunden ununterbrochen an der Platte stand, war es nicht verwunderlich, dass er das entscheidende Spiel gegen seinen Vornamensvetter Schmidt von der Dillinger Hütte verlor. Somit blieb ihm nur Platz drei, der zum Weiterkommen nicht reichte.
Entschädigt wurden alle Tischtennisakteure für ihren unermüdlichen Einsatz mit einem tollen Buffet in der Kantine der Wuppertaler Stadtwerke. Am Sonntag waren die Mannschaftswettbewerbe angesetzt. Die erste Mannschaft wurde schon vor Spielbeginn geschwächt, da Martin Steencken nach einem Unfall seiner Tochter sofort nach Hause fahren musste. Das Bundesligaspielsystem verlangt von den verbleibenden Spielern ausschließlich Siege, um einen Erfolg einzufahren. Trotz eines Sieges von Philipp Geißler konnte er sich mit Marc Engelmann nicht durchsetzen. Im zweiten Match warteten die Sieger im Einzel von der BSG Delphi/Draka auf die beiden. Gegen die Regionalligaspieler standen sie auf verlorenem Posten, konnten sich aber über einige gelungene Ballwechsel freuen. Ähnlich erging es in der AK 2 Reiner Schnelle und Christoph Jendrek, die als Zweierteam letztendlich chancenlos waren. Reiner Schnelle kam zu seinem ersten Sieg sowie an der Seite von Christoph Jendrek auch zum ersten Satzgewinn im Doppel.
Obwohl die meisten Spieler im Schnitt vier bis sechs Klassen höher als die Sparkassenplayer spielen, gab es viele Ballwechsel, die auch unseren Gegnern Respekt abverlangten. Es war wieder eine Erfahrung wert, auch gegen Akteure zu spielen, die bereits in der Bundesliga aktiv waren. Trotz der langen Pause, dem späten Essen am Samstag waren die 9. DBM eine gelungene Veranstaltung, die uns allen viel Spaß gemacht hat. Wir haben viele interessante Begegnungen mit uns unbekannten Gegnern gehabt und tollen Sport gezeigt.
Wir freuen uns auf 10. DBM, deren Ort bei Veranstaltungsende aber noch nicht feststand.
Christoph Jendrek
FOTOS
|